Bericht zum Heimspiel gegen Gladbach am 27.08.2005
Am Samstagmorgen um 10 Uhr traf man sich gut gelaunt in der Dorfmitte um erneut
gen Westen zu fahren. Natürlich waren wir alle guter Dinge, wie sollte man auch
sonst gelaunt sein, nach dem man wieder einmal als großer Sieger aus dem einzig
richtigen Derby gegangen ist. Etwa der Hälfte unserer Besatzung war deutlich
anzusehen, dass man sich mit dem einen oder anderen Bierchen auf einer anderen
Feierlichkeit am Vorabend ordentlich auf dieses Spiel eingestimmt hatte.
Nichtsdestotrotz verliefen die ersten Kilometer ohne größere Zwischenfälle, bis
wir kurz vor Siegen mit Erschrecken feststellen mussten, das der erste Kasten
Radler – und natürlich einige Kisten Bier – bereits leer waren! – Welch ein
Drama. Mit Hilfe einer Therapiestunde ertrugen wir die restlichen 10 km bis zum
Rastplatz Siegerland auch ohne neues Radlerchen. Auf dem Rastplatz angekommen
suchte man zunächst die Sanitären Einrichtungen auf – denn leider war es uns
nicht vergönnt, eine Toilette im Bus zu haben! Anschließend konnte wer wollte –
und wer schon wieder dazu in der Lage war feste Nahrung zu sich zu nehmen –
etwas Essen und natürlich wurden die Getränkevorräte im Bus wieder aufgefüllt.
Gladbacher zum „reden“ haben wir leider keine getroffen. Zurück im Bus gab es
eine nette Überraschung, so hatte Raul einen edlen Tropfen aus seinem
Schnapsvorrat ausgegraben und war nun bereit diesen mit der ersten Reihe im Bus
zu teilen. Jedoch hielten wir uns beim Verzehr zurück – immer mit dem Gedanken
im Hinterkopf, das Zeug muss ja auch für die Rückfahrt reichen.
In Gelsenkirchen angekommen machten sich alle nach und nach auf den Weg zum
Stadion. Viel zum Spiel zu sagen wäre übertriebene Mühe, denn alles was zu sagen
ist, ist: Die Schalker waren schlecht, die Gladbacher waren schlecht und der
Schiri war sogar ganz mies. Wir bekamen schließlich zwei Elfmeter nicht, die wir
eigentlich hätten bekommen müssen und zudem gab es nur eine sehr kurze
Nachspielzeit. Andererseits hätten wir bestimmt noch Stunden spielen könne, am
Ergebnis hätte das vermutlich nichts mehr geändert. Positiv aufgefallen ist
unser Neueinkauf Rafinha, der gut gekämpft hat und kurz vor Schluss sogar den
Siegtreffer hätte erzielt haben können. Das Spiel endete 1 zu 1 was uns
schließlich auch nicht umbringt, denn ein Saisonstart mit 7 Punkten kann sich
eigentlich schon sehen lassen. Nach dem Abpfiff ging’s dann zurück zum Bus und
nach frischer Versorgung mit fester und flüssiger Nahrung fuhren wir auch direkt
ab. Wie immer – es ist schon fast Tradition – schafften es nicht alle wach zu
bleiben. Ein Manko, an dem dringend gearbeitet werden müsste. Doch in der ersten
Reihe schlief man nicht, so dass der Schnaps selbstverständlich schon lange vor
erreichen der Heimat Geschichte war, und auch das Radler war sehr knapp
bemessen, so dass man am Ende seinen Appetit zu zügeln gezwungen war. Nach
Erreichen des Heimathafens brachen einige dann noch auf, das Altstadtfest zu
besuchen. Die letzten Schalker verließen das Fest wohl erst in den frühen
Morgenstunden, denn die Freude zu feiern war schließlich ungebrochen.
Bleibt anzumerken: Es war eine gelungene Fahrt mit einem etwas enttäuschenden
Spiel. Hoffen wir auf mehr Kampf von Seiten der Schalker beim nächsten Mal, mehr
Radler im Bus und darauf, dass die Stimmung immer weiter wächst. Dieses Jahr
will ich zu einer Meisterfeier!!!
Glück auf ihr Schalker!!!